Entstehungsgeschichte der Natur- und Waldkindergärten

Die Idee eines Waldkindergartens wird auf Ella Flatau, eine dänische Mutter aus Sollerod, zurückgeführt. Sie verbrachte ab 1952 gerne mit ihren eigenen vier Kindern und den Nachbarskindern den Tag im Wald. Seit Anfang der 1970er Jahre entstanden auf dieser Grundlage Waldkindergärten mit der Bezeichnung „I Uroch Skur“ (bei Wind und Wetter) in ganz Skandinavien.

 

In Deutschland entstand der erste Waldkindergarten 1968 in Wiesbaden. Staatlich anerkannt wurde jedoch erst der 1993 in Flensburg gegründete Waldkindergarten. Die dortigen Erzieherinnen Kerstin Jebsen und Petra Jäger hospitierten in dänischen Kindergärten und entwickelten eine Konzeption, mit der sie die deutschen Behörden von ihrer Idee überzeugen konnten.

 

Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit des Flensburger Waldkindergartens und viele Besucher wurde die Idee weitergetragen. Mittlerweile gibt es mehr als 1000 Natur- und Waldkindergärten (Stand Dezember 2012) in allen Bundesländern. Sie sind von allen Ministerien und Landesjugendämtern als vollwertig anerkannt und werden wegen ihrer Vorteile für die kindliche Entwicklung ausdrücklich befürwortet.